altes - beauty - studium/leben - fashion

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Ein kleines Sammelsurium aus altem Plunder, ein wenig Beauty und SchiSchi, dem dämlichsten Studium der Welt, einem Leben im Schweinsgalopp, garniert mit etwas Kitsch und Schnickschnack!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Die Geschichte vom Leiterwagerl und der lustigen Vatertagswanderung

Guten Tag meine Damen und Herren,

heute gibts mal wieder etwas Schabernack von der Uschi.


Gestern verbrachte ich ab 21 Uhr meinen Tag mit dem Tierchen, Nicolas Cage und Bangkok Dangerous.
Ein recht guter Film, der, wie es ja fast schon der Name vermuten lässt, in Bangkok spielt. Bangkok, Erinnnerungen an den wunderbaren Februar. Ich und das Tierchen im noch wunderbarerern Thailand. Fernweh. Und so wünsche ich mir im nächsten Frühling wieder eine Reise in ein fernes Land.

Er ist es mir schuldig, mein Lieblingstierchen. Ich habe ihm schließlich mit vollen Einsatz bei seiner Vatertagswanderung unterstützt. Vom Zug gestern nach Hause gehetzt, um es noch pünktlich zu Ladenschluss zum Getränkemarkt zu schaffen, um meinen kleinen Kämpfer für den Vatertag mit einem Kasten Bier zu versorgen. Der werte Herr vom Getränkemarkt empfing mich schon wartend: "Gell, du holst fürs Tierchen den Kasten Pils. Subba wird des wieder werden, der Vatertag". "Ja, subba....."

Bereits letztes Wochende wurden Eiswürfel für eine gesamte Bundeswehrkompanie hergestellt. Nicht auszudenken, wenn sich heute ein warmer Sommertag angekündigt hätte und der arme Kerl seine lauwarme Plöre saufen hätte müssen.

Heute morgen befüllte er seine stylische höchstmoderne orange-braune Kühlbox von Mutti mit dem Kistl Bier und den Trillionen Eiswürfeln und auf gings auf die Reise. Noch kein Skandal in euren Augen???

Das kann nur jemand denken, der die Geschichte des Vatertages noch nicht kennt. Davor ist übrigends noch zu erwähnen, dass von dem ganzen Gefolge nicht ein Kerl bisher in der Lage gewesen ist ein Kind zu zeugen und ein Bäumchen zu pflanzen. Aber Vatertags-Wandern? Da sind sie Profis.

Profis? Zumindest im ersten Drittel der Reise. Dann geht die Gesamtverfassung schlagartig den Berg hinab.
Wenn man bei Beginn der Wanderung am Vormittag bereits gegen 15 Uhr kein Lebenszeichen mehr zu hören bekommt, sollte man schleunigst dafür sorgen, dass das Auto vollgetankt mit laufendem Motor in der Einfahrt steht. Von weiteren Vorteil wäre es, wenn in dem Fahreug bereits eine fertig gepackte Tasche mit Bademantel, Schlafanzüge und Toilettenartitkeln bereits steht. Auch wäre eine Plastikfolie nicht ganz ungeschickt.

Hä? Wat will die Frau von uns? Ist sie schwanger, redet wirres Zeug und brauht die Abdeckfolie für ihre platzende Fruchtblase und die Tasche für die Entbindung? Nein, es hat alles seinen Sinn...

Nun sitzt man also als Frauchen brav zuhause, selbstverständlich unalkoholisert. Bereitschaft sozusagen und wartet auf die regelmäßigen Nachrichten, den regelmäßigen Statusbericht. Wie ist eigentlich der Stundenlohn für Bereitschaft angesetzt? Kann man hier ein HighEnd-Blush ansetzen?

Und nun gehen wir auf die Reise. Reise der Gedanken. Wir schnaufen tief durch, gehen in uns. Stellt euch mal eine Baustelle auf der Straße vor. Eine ganz gewöhnliche Baustelle. Wie sie an 1000 Orten in Deutschland zu finden sind. Ankündigung der Baustelle mit einem stabilen Baustellenschild. Ein dreieckiges Warnschild: Vorsicht Baustelle!

Nicht auszudenken, was nun passieren, wenn nun ein völlig orientierungsloses Wesen auf die völlig unsinnige Idee kommen würde, gegen dieses Baustellenschild zu treten. Und nicht auszumalen, was geschehen würde, wenn dieses Schild aufgrund eines äußerst mysteriösen, physikalischen Phänomens etwas zurückfedern würde. Und was wäre nun, wenn die Wahrscheinlichkeit von 1:100 000 eintreten würde, und dieses leichte wippende Schild die Schädeldecke des Attentäters leicht mit dem Ecke des Dreiecks touchieren würde?

Könnte dann rein theoretisch der Fall eintreten, dass aufgrund des raschen Eintreffens des Schildes an der Schädeldecke ein Art Platzwunde entstehen könnte, die sagen wir mal, zu etwas leichten Blutverlust führen könnte? 

Butter bei die Fische: Tierchen alias der Volldepp, der alte Grantler trat wie ein Geistesgestörter schwungvoll gegen dieses Schild, spaltete sich das Hirnkastl und blutete wie eine abgeschlachtete Wildsau.

Der Kerl war aber noch in der Lage, was ihm übrigends hoch anzurechnen ist, kurz einen Notruf an die Uschi abzusetzen. Eine verwirrte Kurznachricht traf ein, dass der werte Herr keine Ahnung habe, aber nun im Krankenwagen sitzt und alles voller Blut ist.
Hach, wie beruhigend... Man lege sich ins Bettchen, rolle sich genüsslich zusammen, seufzt, schmatzt kurz  und schlafe glücklich und zufrieden ein.

Oder alamiere die Telefonkette alias Schwester Gargi, um sämtliche Kumpels anzurufen, um rauszufinden, was da los ist. Laut seinen Kameraden wäre mit ihm aber alles in bester Ordnung, er würde neben ihnen sitzen und sich bester Gesundheit erfreuen. Leider könnte ich ihn aber gerade aufgrund eines äußerst ungeschickten Zufalls nicht sprechen, da er just in diesem Moment aufgestanden ist, um mal kurz zu "brunzen", wie Männlein gerne dazu sagt.

Uschis Alarmglocken schrillten. Lieber mal in der 35 km entfernten Stadt alle Krankenhäuser abtelefonieren: "Ja, das Tierchen ist eben bei uns eingeliefert worden und befindet sich in der Notaufnahme!". "Warten Sie! Ich fahre sofort los! Ich bin die Verlobte" (Bin ich zwar nicht, aber ich habe in den Fernsehserien gesehen, dass das immer helfen soll, um Informationen zu bekommen; Ausgefuchst wie Columbo)
"Schwester Gargi. Ich unterbreche dich ungerne dabei, wie du dir gerade deine Beine entwachst, aber das Tierchen ist in der Notaufnahme und ich weiß nicht was los ist!"

Wir rasten in die Notaufnahme. Der Himmel sei Dank, keine Polizei auf der Strecke. Ich melde mich in der Notaufnahme: "Das Tierchen? Moment mal: Der wurde vor 4 Minuten entlassen!" "Ich bring ihn um. Ich schlage ihm die Schädeldecke ein!" Ach, halt, dass hat er ja schon selbst erledigt.

Wir laufen, fluchend wie ein Postkutscher, zum Auto zurück, hören leise Schreie: "Uschi, Uschi! Nicht schimpfen!" Ein betrunkenes Tierchen mit zwei Kameraden und einem komplett eingebundenen Hirnkastl, von oben bis unten mit Blut besuddelt schaute mich mit großen Kuhleraugen an.

Fahre den Patienten nach Hause, frage mich, wie Blut an die Innensohle der Schuhe kommen kann, lege das Riesenbaby hin, halte ihm die ganze Nacht ein Eimerchen unter, wasche das Blut aus seiner Kleidung und besorge ihm am nächsten Tag bessere, etwas unauffälligere Plaster, um sein Hirnkastl zu verbinden.

Und freue mich noch heute, dass die Narbe auf seinem Hirn bei Konsum von Alkohol anschwillt und feuerrot wird. Brandmal. Gekenntzeichnet als Volltrottel für immer. Gekenntzeichnet als mein Tierchen für immer. Bis ans Ende der Welt und wieder zurück!

Eure Uschi

P.S. Das letzte Lebenszeichen vom heutigen Tag kam um 14 Uhr. Auf gehts. Geh ma. Pack mas. Das Tascherl für die Ambulanz.

Kommentare:

  1. wesperl5/17/2012

    Gleisbecken ! ! :) auch wenn mir das Tierchen leid tut..er sorgt immer wieder für stories

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  2. Anonym5/17/2012

    Klasse! Toll geschrieben!!!!

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  3. Lockenkopferl5/17/2012

    Schmunzeln am Abend vertreibt Kummer und Sorgen! Oh ,des reimt sich gar nicht - stimmt aber trotzdem...

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    1. Heute gibts Morgenlektüre bzw. Mittagspausenlektüre!

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    2. Lockenkopferl5/18/2012

      JEEEEAAAHHH !!!!

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  4. köstlich...liege kullernd auf dem teppich♥
    gglG (ich hoffe heut ist alles gut gegangen?????)

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    1. Mehr oder weniger würde ich sagen ;-)

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